»Lieber einen bösen Vater als gar keinen Vater« – Vaterbilder in einer Klassengruppe präadoleszenter Schüler*innen
Verständigungsprozesse in schulischen Peer-Gruppen
DOI:
https://doi.org/10.30820/0938-183X-2026-32-135Schlagworte:
Gruppenanalyse in der Schule, Vaterbilder, Diversität, Macht und Gewalt, GruppeAbstract
In der Schilderung, Interpretation und Analyse der Szene einer Schulklasse macht der Artikel deutlich, dass gruppenanalytisches Arbeiten in der Schule Räume öffnet für die Identitätsentwicklung von Heranwachsenden. Hintergrund der Szene ist ein über zwei Schuljahre durchgeführtes pädagogisches Setting im Rahmen einer Klassenratsstunde. Der Artikel illustriert, wie die kontinuierliche psychosoziale Arbeit einer gruppenanalytisch ausgebildeten Pädagogin eine Klassengruppe darin unterstützen und befähigen kann, dass Schüler*innen ihre innerpsychischen Themen samt ihrer äußerlichen Bezüge in einem letztlich konstruktiven Miteinander besprechen können. Es wird aufgezeigt, wie in der Pubertät befindliche Schüler*innen mit ihren jeweils diversen biografischen Erfahrungswelten, mit ihren unterschiedlichen Lebensund gemeinsamen Problemlagen sich in der Klassengruppe gegenseitig stützen und darüber in Resonanzen des Gruppengefüges sich Potenziale zur Verfügung stellen. Das Setting zeigt Möglichkeiten (sozial)pädagogischer/gruppenanalytischer Arbeit in Schule, die der psychosozialen Entwicklung von heranwachsenden Schüler*innen zugutekommen, die sich im Prozess ihrer Identitätsfindung und Ablösung von den kindlichen Elternbildern befinden.
Zitationsvorschlag
Schubert, I. (2026). »Lieber einen bösen Vater als gar keinen Vater« – Vaterbilder in einer Klassengruppe präadoleszenter Schüler*innen: Verständigungsprozesse in schulischen Peer-Gruppen. Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik, 32(1), 135–158. https://doi.org/10.30820/0938-183X-2026-32-135
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